3. Bayerischer Nobel Biocare Kongress

Auch der 3. Bayerische Nobel Biocare Kongress war ein voller Erfolg. Michael Studer, Vertriebschef der Nobel Biocare Region D-A-CH und Dr. Ralf Rauch, Geschäftsführer der Nobel Biocare Deutschland GmbH, nahmen die Anwesenden in Empfang – unterstützt durch das großartige Organisation Team der Nobel Biocare Region Süd.

Organisationsteam der Nobel Biocare Region Süd

Organisationsteam der Nobel Biocare Region Süd

140 Teilnehmer waren zum 3. Nobel Biocare Kongress angereist, um dem Fortbildungsprogramm für Zahnärzte sowie für die Zahnmedizinische Assistenz zu folgen. Dr. Volker Bonatz, niedergelassener Zahnarzt in Landau, moderierte das Fortbildungsprogramm am Freitagmorgen an und begrüßte als ersten Referenten Dr. Oliver Hugo aus Schweinfurt. Ein Name, der „unwiederbringlich mit Nobel Biocare verbunden ist“, so stellte der Moderator den Referenten vor.

Dr. Hugo referierte zum Thema „Innovative Implantchirurgie und Implantatprothetik mit Hilfe computergestützter Behandlungsmethoden“. Am Beispiel der virtuellen Darstellung des operierten Fußes seiner Frau stellte er die erstaunliche dreidimensionale Ansicht auch anderer Körperteile als nur des Kiefers dar. Konkretere Fallbeispiele folgten, u.a. die plastische Ansicht des Kiefers oder die präzise Darstellung der Relation von Nerven und Zähnen. Im Vordergrund stand hier die schablonengeführte Chirurgie. Aber auch im Hinblick auf andere Anwendungsbereiche, zum Beispiel der Endodontie oder der Prophylaxe, setzte Oliver Hugo innovative Maßstäbe. In allen Anwendungsbereichen garantiert eine dreidimensionale Darstellung zukunftsweisende Planungssicherheit.

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Dr. Oliver Hugo erzählte unter anderem begeistert, dass auf dem Nobel Biocare Global Symposium in New York ein verbesserter und vereinfachter digitaler Workflow für teilbezahnte Situationen in der schablonengeführten Chirurgie vorgestellt wurde. Hierbei wird eine Röntgenschablone nicht mehr notwendig sein, so dass bei vorhandenem CT oder DVT jederzeit entschieden werden kann, eine Implantatplanung mit nachfolgender Herstellung der OP-Schablone durchzuführen. Dabei werden die CT-/DVT-Daten mit den Daten eines nachträglich eingescannten Modells und auch eines Wax-ups/Set-ups fusioniert, was eine exakte Weichgewebedarstellung für die Planung ermöglicht. Ab September 2013 wird Dr. Hugo die BETA-Test-Phase begleiten.

Nach der Kaffeepause folgte der besondere Vortrag des Kongresses. Dipl.-Psych. Martin Simmel zeigte den Zuhörern relevante Aspekte in der Patientenführung auf. Anhand verschiedener Beispiele drehte Herr Simmel die Sichtweise auf den Patienten in eine andere Richtung.
•    Wie können wir uns in den Patienten hineinversetzen?
•    Wie erlebt der Patient die Welt? Welche Emotionen und Gefühle drückt er aus?
•    Welche Werte will der andere schöpfen? Was ist ihm/ihr wirklich wichtig?

Fragen die anregten: zum Nachdenken und vielleicht auch zur Reflexion des eigenen Ich‘s. Durch seine jahrelange Erfahrung in der Wissenschaft und der Kunst im Umgang mit dem Patienten, erläuterte er bildhaft und unterhaltsam, wie man die emotionale Intelligenz systematisch entwickeln, weiterentwickeln und all dies in der täglichen Praxis umsetzen kann.

Teambuilding im Hochseilgarten

Teambuilding im Hochseilgarten

Im Anschluss an die Vorträge hatten die Praxisteams die Möglichkeit aktives Teambuilding zu üben. Verschiedene Stationen – vom Fahrsicherheitstraining, über Kletterpartien im Hochseilgarten bis hin zur gemeinsamen Mountain Bike Tour oder Wanderung – boten jede Menge Spaß und Action. Unter dem Motto „Gemeinsam unschlagbar“ ließ das ausgewählte Freizeitangebot keine Wünsche offen. Mit einer grandiosen Nobel Biocare Party-Nacht fand der Tag seinen verdienten Abschluss und ließ neben dem kollegialen Austausch auch den Tanzwütigen ausreichend Freiraum.

Der dritte Kongresstag fand seinen Einstieg mit einem Vortrag von Dr. Paul Weigl zum Thema „Sofortige Formgebung des periimplantären Weichgewebes durch Prothetik – höchste Effizienz und brilliante Ästhetik“. Dr. Weigl stellte – anhand von Fallbeispielen – ein effizientes und praxistaugliches Therapiekonzept zur sofortigen korrekten Formgebung des periimplantären Weichgewebes vor. Das Ganze unabhängig von dem gewählten Belastungsprotokoll und der Insertionszeit nach Zahnverlust.

Parallel zum Programm für Zahnärzte und Zahntechniker wurden der zahnmedizinischen Assistenz interessante Vorträge geboten. Frau Martina Wiesemann, langjährig im Bereich Praxismanagement erfahren, zeigte den anwesenden Praxisteams neben aktuellen Neuigkeiten im Bereich der GOZ auch die Relevanz eines professionellem Abrechnungsmanagements auf. Weitere Vorträge zum Thema Qualitätsmanagement seitens Frau Claudia Oancea, Lehrbeauftragte der Justus-Liebig-Universität Gießen und Frau Sylvia Fresmann, Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Dentalhygieneker/innen, zum Thema Implantatprophylaxe  folgten. Sylvia Fresmann informierte über die korrekte Pflege implantologischer Versorgungen. Ein modernes Prophylaxekonzept in der Praxis und die notwendigen Maßnahmen zu Hause sind zentrale Maßnahmen, um Implantate so lange wie möglich zu erhalten.

Die anwesenden Implantologen durften währenddessen dem Vortrag von Dr. Peter Randelzhofer und Zahntechnikermeister Hans-Joachim Lotz aus München folgen. Zum Thema „Implantologie 2013: Bewährte Konzepte – Neue Wege“ legten sie ihre implantologischen Erfahrungen dar. Den Abschluss der Vortragsreihe bildete Prof. Dr. Hannes Wachtel von der BolzWachtel Dental Clinic. In seinem Vortrag „Implant Site Development, prevent periimplant disease, predict esthetic result“ stellte er neben der Darstellung von drei Fallbeispielen das seitens der Clinic entwickelte „Münchner Konzept“ vor, welches 6 Schritte für eine erfolgreiche Frontzahnaugmentation im Weich- und Hartgewebe unter Berücksichtigung eines optimalen Weichgewebsmanagements umfasst.

Das Resümee der Veranstaltung war bei allen Teilnehmern eindeutig: Das gesamte Praxisteam bildet die Voraussetzung für einen langfristigen Praxiserfolg. Gemeinsam fortbilden, gemeinsam Spaß haben und gemeinsam Team sein – für die Umsetzung selbigen Mottos hat der 3. Bayerische Nobel Biocare Kongress einen entscheidenden Anteil beigetragen.

2014 heißt es dann wieder: „Business & Nature – gemeinsam unschlagbar!“

Fotos © Marco Sensche